Zwanzig Minuten im Monat: mein Kompromiss zwischen Kümmern und Ruhe bewahren
Zitat von Geld verdienen im Home Office am August 1, 2026, 8:45 a.m. UhrKleiner Praxistipp aus dem Homeoffice-Alltag, der nichts mit Schreibtischstühlen zu tun hat, aber bei mir mehr verändert hat als die meisten Produktivitätstricks. Es geht um den Umgang mit den eigenen Finanzen, wenn man den ganzen Tag am Rechner sitzt.
Das Grundproblem kennt vermutlich jeder hier: Man ist ohnehin online, also schaut man zwischendurch ins Onlinebanking, ins Depot, auf die Ausgabenübersicht. Nicht weil es nötig wäre, sondern weil es da ist. Bei mir wurde daraus ein Reflex, der genau in den Momenten kam, in denen die eigentliche Arbeit unangenehm wurde.
Ich habe das irgendwann gemessen, weil ich es nicht glauben wollte. In einer normalen Woche kam ich auf über zwanzig kurze Blicke, verteilt über die Tage. Jeder einzelne ist harmlos, in Summe ist das ein ordentlicher Konzentrationsverlust, denn nach jeder Unterbrechung braucht man Zeit, um wieder reinzukommen.
Meine Lösung war eine feste Regel: ein Termin im Monat, im Kalender eingetragen, dreißig Minuten. Dort schaue ich alles an, entscheide, was zu entscheiden ist, und lasse es danach in Ruhe. Nach etwa drei Monaten war der Reflex weg.
Damit das funktioniert, muss die Anlage aber dazu passen. Wenn man etwas hat, das täglich Aufmerksamkeit verlangt, kann man nicht monatlich draufschauen. Bei mir waren das früher kurzfristige Geschichten, bei denen der Zeitpunkt wichtig war. Die habe ich abgebaut und stattdessen auf Dividendenwerte umgestellt, wo Nichtstun eher hilft als schadet.
Die Auswahlmethode stammt aus der Dividenden Strategie Masterclass von Andreas Hollmotz, der als Dividenden Backpacker bekannt ist. Vorher hatte ich keine Vorstellung davon, wie man ein Unternehmen prüft, und habe deshalb ständig nachjustiert, was wiederum bedeutete, dass ich ständig hinschauen musste. Das hing zusammen.
Es sind elf Kapitel mit deutlich über 65 Einheiten, in Summe mehr als elf Stunden. Es geht um das Finden von Kandidaten, deren Bewertung und um die Frage, wann man kauft beziehungsweise verkauft. Enthalten ist ein Newsroom-Zugang für nachgereichtes Material, gezahlt wird einmal ohne Abo. Der Anbieter gibt an, dass bislang über 700 Teilnehmer teilgenommen haben.
Der Zusammenhang zum Thema hier: Je sauberer die Entscheidung beim Kauf, desto weniger muss man danach hinschauen. Wer eine Position hat, deren Begründung er aufschreiben kann, wird bei einem Kursrutsch nicht nervös, weil er nachlesen kann, warum er sie hält. Wer nur gekauft hat, weil es irgendwo empfohlen wurde, muss zwangsläufig ständig kontrollieren.
Was ich nicht verschweigen will: Kursverluste gehören dazu, auch bei sorgfältiger Auswahl. Dividenden sind keine festen Zahlungen, sie werden jedes Jahr neu beschlossen und können gekürzt werden. Und der Aufbau von etwas Nennenswertem dauert Jahre. Wer kurzfristig Geld braucht, sollte davon die Finger lassen.
Offenlegung: Der Link ist ein Partnerlink, ich verdiene bei einem Kauf mit. Wer die Aufteilung ansehen will, findet die ausführliche Kursbeschreibung beim Anbieter. Wer den Link nicht nutzen mag, sucht schlicht nach dem Kursnamen.
Was mir an praktischen Kleinigkeiten sonst geholfen hat: Ich habe alle Finanz-Lesezeichen aus der Browserleiste entfernt und die Apps vom Handy gelöscht. Solange etwas mit zwei Klicks erreichbar ist, benutzt man es. Sobald man Zugangsdaten eintippen muss, überlegt man kurz, ob es gerade nötig ist, und meistens ist es das nicht.
Zweite Kleinigkeit: Ich habe den Monatstermin bewusst auf einen Werktagvormittag gelegt, nicht auf den Sonntagabend. An freien Tagen über Geld nachzudenken, hat bei mir regelmäßig zu schlechter Laune und zu Aktionismus geführt.
Was ich beim Einrichten dieser Routine unterschätzt hatte: Die ersten Monate fühlen sich falsch an. Man hat das Gefühl, etwas zu verpassen oder unaufmerksam zu sein. Bei mir hat es etwa ein Vierteljahr gedauert, bis der Termin im Monat sich nicht mehr nach Vernachlässigung angefühlt hat, sondern nach Ordnung.
Wie handhabt ihr das? Habt ihr feste Zeiten für solche Dinge, oder läuft das bei euch nebenbei über den Tag verteilt? Und hat jemand einen Trick, wie man den Kontrollreflex loswird?
Kleiner Praxistipp aus dem Homeoffice-Alltag, der nichts mit Schreibtischstühlen zu tun hat, aber bei mir mehr verändert hat als die meisten Produktivitätstricks. Es geht um den Umgang mit den eigenen Finanzen, wenn man den ganzen Tag am Rechner sitzt.
Das Grundproblem kennt vermutlich jeder hier: Man ist ohnehin online, also schaut man zwischendurch ins Onlinebanking, ins Depot, auf die Ausgabenübersicht. Nicht weil es nötig wäre, sondern weil es da ist. Bei mir wurde daraus ein Reflex, der genau in den Momenten kam, in denen die eigentliche Arbeit unangenehm wurde.
Ich habe das irgendwann gemessen, weil ich es nicht glauben wollte. In einer normalen Woche kam ich auf über zwanzig kurze Blicke, verteilt über die Tage. Jeder einzelne ist harmlos, in Summe ist das ein ordentlicher Konzentrationsverlust, denn nach jeder Unterbrechung braucht man Zeit, um wieder reinzukommen.
Meine Lösung war eine feste Regel: ein Termin im Monat, im Kalender eingetragen, dreißig Minuten. Dort schaue ich alles an, entscheide, was zu entscheiden ist, und lasse es danach in Ruhe. Nach etwa drei Monaten war der Reflex weg.
Damit das funktioniert, muss die Anlage aber dazu passen. Wenn man etwas hat, das täglich Aufmerksamkeit verlangt, kann man nicht monatlich draufschauen. Bei mir waren das früher kurzfristige Geschichten, bei denen der Zeitpunkt wichtig war. Die habe ich abgebaut und stattdessen auf Dividendenwerte umgestellt, wo Nichtstun eher hilft als schadet.
Die Auswahlmethode stammt aus der Dividenden Strategie Masterclass von Andreas Hollmotz, der als Dividenden Backpacker bekannt ist. Vorher hatte ich keine Vorstellung davon, wie man ein Unternehmen prüft, und habe deshalb ständig nachjustiert, was wiederum bedeutete, dass ich ständig hinschauen musste. Das hing zusammen.
Es sind elf Kapitel mit deutlich über 65 Einheiten, in Summe mehr als elf Stunden. Es geht um das Finden von Kandidaten, deren Bewertung und um die Frage, wann man kauft beziehungsweise verkauft. Enthalten ist ein Newsroom-Zugang für nachgereichtes Material, gezahlt wird einmal ohne Abo. Der Anbieter gibt an, dass bislang über 700 Teilnehmer teilgenommen haben.
Der Zusammenhang zum Thema hier: Je sauberer die Entscheidung beim Kauf, desto weniger muss man danach hinschauen. Wer eine Position hat, deren Begründung er aufschreiben kann, wird bei einem Kursrutsch nicht nervös, weil er nachlesen kann, warum er sie hält. Wer nur gekauft hat, weil es irgendwo empfohlen wurde, muss zwangsläufig ständig kontrollieren.
Was ich nicht verschweigen will: Kursverluste gehören dazu, auch bei sorgfältiger Auswahl. Dividenden sind keine festen Zahlungen, sie werden jedes Jahr neu beschlossen und können gekürzt werden. Und der Aufbau von etwas Nennenswertem dauert Jahre. Wer kurzfristig Geld braucht, sollte davon die Finger lassen.
Offenlegung: Der Link ist ein Partnerlink, ich verdiene bei einem Kauf mit. Wer die Aufteilung ansehen will, findet die ausführliche Kursbeschreibung beim Anbieter. Wer den Link nicht nutzen mag, sucht schlicht nach dem Kursnamen.
Was mir an praktischen Kleinigkeiten sonst geholfen hat: Ich habe alle Finanz-Lesezeichen aus der Browserleiste entfernt und die Apps vom Handy gelöscht. Solange etwas mit zwei Klicks erreichbar ist, benutzt man es. Sobald man Zugangsdaten eintippen muss, überlegt man kurz, ob es gerade nötig ist, und meistens ist es das nicht.
Zweite Kleinigkeit: Ich habe den Monatstermin bewusst auf einen Werktagvormittag gelegt, nicht auf den Sonntagabend. An freien Tagen über Geld nachzudenken, hat bei mir regelmäßig zu schlechter Laune und zu Aktionismus geführt.
Was ich beim Einrichten dieser Routine unterschätzt hatte: Die ersten Monate fühlen sich falsch an. Man hat das Gefühl, etwas zu verpassen oder unaufmerksam zu sein. Bei mir hat es etwa ein Vierteljahr gedauert, bis der Termin im Monat sich nicht mehr nach Vernachlässigung angefühlt hat, sondern nach Ordnung.
Wie handhabt ihr das? Habt ihr feste Zeiten für solche Dinge, oder läuft das bei euch nebenbei über den Tag verteilt? Und hat jemand einen Trick, wie man den Kontrollreflex loswird?
